Geniessertipps

Sommelierwissen: Wie man sich für Glühbier erwärmt...

Wenn die herbstlichen Wälder beginnen stärker zu glühen als die tiefstehende Sonne, dann beginnt auch die Zeit für eine ganz besondere Spezialität - das Glühbier. Und wer jetzt denkt, dass ein Bier einfach nur gut gekühlt zum echten Genuss werden kann, dem raten wir, sich für unser Rezept zu erwärmen... 

Alle Fotos unseres kleinen Wettbewerbs findet ihr auf unsere Schneider Weisse Facebook-Seite.

Sieht vielleicht aus wie gewöhnlicher Glühwein...ist aber eine ganz und gar ungewöhnliche Bierspezialität!

Das original Glühbier kommt aus Belgien und ist als ›Glühkriek‹ (Kriek, flämisch für Sauerkirsche) bekannt. Die Brauerei Liefmanns (http://www.liefmans.be/nl) stellt in einem zweijährigen Prozess ein Kirschbier her, das ein säuerlich fruchtiges Aroma trägt. Grundlage des Kirschbieres ist ein ›Lambic‹, ein traditionell belgischer Bierstil. Hergestellt wird das Lambic aus Wasser, Malz und Hopfen, jedoch wird keine Hefe zugesetzt, sondern die Würze für mehrere Stunden gekocht. Bei Zimmertemperatur wird der Sud anschließend für einige Zeit in einem offenen Bottich gelagert. So kommt durch ein besonderes Zirkulationsverfahren Hefe aus der Luft in das Bier und lässt es dadurch vergären. In der Fachsprache wird dieses Verfahren als Spontangärung bezeichnet.

Das Lambic reift ein Jahr, bevor frisch geerntete Kirschen hinzugefügt werden. Diese Mischung lagert anschließend nochmals ca. 10 Monate im Eichenfass, bevor sie dann ohne die Kirschen abgefüllt wird.

Im Sommer ein sehr erfrischendes Getränk, wird das Kriek, erwärmt und mit Honig und Weihnachtsgewürzen verfeinert, in der kalten Jahreszeit, zur perfekten Alternative zum Glühwein.

In Kürze wieder zu haben, unsere exklusive Glühbiermischung...
aber wir zeigen euch auch, wie Ihr ganz einfach eure eigene herstellen könnt...

Das originale Glühkriek ist in Deutschland nur schwer erhältlich, daher gibt es mittlerweile schon zahlreiche alternative Produkte, die aber meistens mit künstlichen Aromen und weiteren Zusatzstoffen hergestellt werden.

Auf einigen Weihnachtsmärkten in Deutschland werden selbstgemachte und oft empfehlenswerte Glühbiere verkauft. Sie werden mit weihnachtlichen Gewürzen und Kirsch- oder Orangensaft hergestellt. Grundlage darf es natürlich kein Pils oder Helles sein. Am besten eignet sich ein dunkles Bockbier, da es bereits ausgeprägte, süßliche Malzaromen beinhaltet und warm ein angenehmes Mundgefühl mit sich bringt.

ZUTATEN FÜR CA. 1,3L GLÜHBIER
 

1 l Bockbier (z B. Schneider Weisse TAP6 Mein Aventinus)

1 Prise Muskatnuss

1 Prise Kardamom

3 Gewürznelken

½ Zimtstange

1 Prise Zimt

9 cl Zitronensaft,

1 Sternanis,

14 cl brauner Rum,

250 ml Kirschsaft

ein würfelzuckergroßes Stück Ingwer

6 EL brauner Zucker

1,5 EL Honig

½ Vanilleschote

Achtung: wer die Gewürzmischung nicht selbst machen möchte, der kann unser Schneider Weisse Glühbier-Gewürz über unseren Shop beziehen!

 

ZUBEREITUNG

Das Bockbier auf 60° C erwärmen (es darf nicht kochen!). Von der Vanilleschote das Mark herauskratzen, zum Bier geben und die restlichen Zutaten hinzufügen. Alles bei gleichbleibender Temperatur ca. 15 Min. ziehen lassen. Gegebenenfalls zum Abschmecken noch etwas Rum bzw. mehr Kirschsaft hinzugeben. Vor dem Servieren Zimtstange, Sternanis, Gewürznelken und Ingwer entfernen.

 

Probiert das Glühbier doch einfach mal aus! Wir können es nur wärmstens empfehlen...

Schneider Weisse TAP6 Aventinus am Kamin mit Kaiserschmarrn

Unsere Empfehlung

Unser TAP6 Mein Aventinus ist perfekt geeignet für ein mild-aromatisches Glühbier:

TAP6 Mein Aventinus

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